Allem Wirtschaften liegt das Bedürfnis zugrunde
 

Den Bedürfnissen gegenüber stehen wirtschaftliche Güter. In dem vor-wirtschaftlichen Stadium der Selbstversorgung herrscht Identität von Bedürfnis nach und «Beschaffung» von Gütern; die Deckung beider ist ein Naturvorgang. Mit dem (arbeitsteiligen) Wirtschaften setzt die Wertbildung ein: Bedürfnis nach und Erzeugung von Gütern fallen nicht mehr zusammen, sie trennen sich, und sowohl Bedürfnis als auch Erzeugung messen einer Leistung, einem materiellen wie auch immateriellen Arbeitsergebnis, je einen Wert bei; diese beiden wieder in Deckung zu bringen, aber jetzt auf einem entwicklungsbedingt höheren Niveau, einen Ausgleich zwischen Bedürfnis und Wert der Leistung zu schaffen, ist der Kulturprozess der assoziativen Wirtschaft anstelle des Naturprozesses in der Selbstversorgerwirtschaft .
(Dr. Alexander Caspar)

 
   
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Wandtafelzeichnung Rudolf Steiner
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Rudolf Steiner
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